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Der auf dem Gutenbergplatz zu sehenden wundervollen barocken Bundeslade-Statuengruppe gegenüber, am Ecke der Apácastrasse finden wir das Kreszta- Haus, das nach dem Inhaber der hier funktionierenden Gewürz-und Gemischtwarenhandlung benannt wurde. Das auf drei Strassen sehende Haus mittelaltterlicher Stimmung hatte schon 1703 ein Obergeschoss, sein Mansardendach wurde nachher angebaut. 1974 dann 1982 weiter vergrössert wurde die aus Werken von Margit Kovács veranstaltete ständige Ausstellung in seinem Ober – und Dachgeschoss untergebracht. Ein Teil der Schöpfungen ist als Geschenk der Künstlerin Besitz der Stadt, ein anderer Teil das Depositenmaterial der Margit- Kovács-Sammlung von Szentendre. Margit Kovács (1902-1977) ist eine in Győr geborene Keramikerin. Ihre künstlerischen Studien begann sie in der Privatschule von Álmos Jaschik, dann setzte sie sie in der Wiener Privatshule von Herta Bucher (1926-1928) und in München, der Staatsschule für Angewandte Kunst bei Karl Killer und Adalbert Niemeyer (1928-1929) fort. 1930 meldete sie sich zum erstenmal mit einer grösseren Ausstellung im Nationalen Salon. Aufgrund ihrer Arbeiten feierte die Kritik sie als die begabteste junge Keramikerin. Dieses Jahr gewann sie das auf der Monzaer IV. Ausstellung des modernen Kunstgewerbes das erste Mal einen Preis, dem mehrfache Anerkennung folgte. 1932 reiste sie nach Koppenhagen, dann setzte ihre Studienreise in Paris fort, inzwischen war einige Monate die Mitarbeiterin der Fabrik von Sevres. Ihre frühen Werke sind bemusterte Keramiken mit glänzender Oberfläche und farbiger Glasur, Werke zu religiösem Thema und Genrefiguren sowie einige Nischenreliefs, Terrakotta Kleinplastiken und Reliefs (Jakobs Traum, 1929; Ein sitzendes kleines Mädchen, 1933; Ein kleines Mädchen, um 1933). Ihre Formen sind geschlossen, ihre Farben sind düster. Neben den Schöpfungen plastischer Anschauung und disziplinierter Musterung begann sich ihre Kunst nach 1936 in eine zwanglosere, dekorativere Richtung zu entfalten. Das wurde in erster Linie durch ihre kirchlichen und weltlichen Aufträge ermöglicht. Eine ihrer bedeutsamsten Schöpfungen der Kirchenkunst ist das Portal der Győrer Sankt-Emmerich- Kirche (1939-1940). Neben den grossen dekorativen Aufgaben gestaltete sie ausdauernd ihre innige Kunst die alles von Kunst des Mittelalters bis zur Volkskunst einschmolz, was zu vielseitigem Ausdruck ihrer Persönlichkeit beitrug. Ihr Lebenswerk ist durch Freude über die Schönheit, Verehrung der Material und eine virtuose Technik gekennzeichnet. Im Mittelpunkt ihrer Kunst stand der Mensch. Sie formte ihre humorvollen, grottesken, dramatischen Szenen oder die von Bündigkeit der Volksballaden, die Figuren der Genrebilder, ihre dichtverzierten Krüge oder die mit Gestalten, ihre Platten, ihre aus Volksmärchen und dem Volksleben genommenen Reliefs mit unerschöpflicher Phantasie. Das Material ihrer ständigen Austellung reicht von der Blumenvase über die Relief und den Krug mit einer Tiergestalt, die Engeldarstellung gotischer Stimmung, die expressive Figur der um ihr Kind besorgten Mutter bis zum realistischen Porträt und der Darstellung symbolischen, religiösen oder märchenhaften Inhalts, von der Rundplastik bis zu den Wandbildern mit Engobe-Bemalung. Sie modellierte ihre Figuren mit guter psychologischer Beobachtungsgabe, verwendete besondere Sorgfalt auf die Gestaltung der Hände, die mit der typisierenden Formlösung des Kopfes und der abstrahierenden des Körpers oder Gestalt kontrastiert. Die unwiderstehliche Wirkung ihrer Arbeiten liegt in ihrer Aufrichtigkeit. |
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